Schüler bauten sich eine Brücke ins Leben
Friesenheimer Abschlussschüler feierten in ihrer letzten Religionsstunde gemeinsam Gottesdienst
Friesenheim. Voller Symbolik war der Abschlussgottesdienst, den die Schüler der Haupt- und Realschule Friesenheim gemeinsam mit ihren Religionslehrern in der Aula feierten. Große Karton unterschiedlicher Farben zeigten die vielen guten und weniger guten Dinge, die Schüler in ihrer Schulzeit angesammelt haben. Dass sich aus diesen Bausteinen nun allerlei für das weitere Leben bauen lässt, zeigten die verschiedenen Religionsgruppen, die alle ihren Teil zu diesem beeindruckenden und unterhaltsamen Gottesdienst beitrugen. Mauern oder Brücken, Tore und Straßen, vieles ist möglich, vorgegeben ist nichts. Manches war in der Rückschau auch störend oder hinderlich, hier erlaubte die Lehrerin Elvira Weschle, die durch den Gottesdienst führte, diese roten Stolperkartons hinter sich zu lassen. Immer wieder unterbrachen Lieder den Ablauf, immer neue Ideen sorgten für Nachdenklichkeit. Besonders gelungen war der Vortrag des Hohen Liedes der Liebe von Paulus. In dieser modernen Version, welche die Schüler eigens für diesen Anlass verfassten, wurde jedem Abschlussschüler deutlich, dass alles im weiteren Leben eben der Liebe bedarf, wenn es denn gelingen soll. Priesterkandidat Johannes Treffert, der selbst einige Stunden Religion an der Haupt- und Realschule in Friesenheim unterrichtet, schloss den Gottesdienst mit einem kurzen Gebet und entließ die über 160 Schüler - alle waren gekommen - mit Gottes Segen.