LooK- Schulkleidung
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Plakat der Sommerkollektion
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Lehrer in der Arbeitsgruppe
Nadine Gutmann, Karin Kesselburg, Kerstin Koppa, Michael Menzer, Leonie van der Post, Julia Schreiber
Lernen ohne oberflächlichen Konsum
Eines von vielen Projekten an der Haupt- und Realschule Friesenheim ist seit Oktober 2004 das Projekt LooK.LooK steht für „Lernen ohne oberflächlichen Konsum“.
Grundlage hierfür war die Auseinandersetzung mit dem Thema Kleidung, Konsumverhalten und gesellschaftliche Zwänge. Dieses Thema ist schon seit Jahren fest in den Bildungsplänen verankert. Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenen definieren sich in erster Linie über das äußere Erscheinungsbild. Was der Bildungsplan theoretisch vorgibt, versucht LooK nun praktisch umzusetzen. Erziehung zu einem Konsumbewusstsein wird so reales Schulprogramm.
Im Vorfeld wurden mehr als 700 SchülerInnen und Eltern zu ihrem Konsum- und Trageverhalten befragt. Die Ergebnisse bestätigten die Vermutungen:
Schüler achten sehr genau darauf, was sie in der Schule tragen, denn über ein Drittel der Friesenheimer Schüler wurde schon einmal aufgrund der Kleidung gehänselt. Die Eltern sind oft nicht bereit, Geld in teure Markenkleidung zu investieren. Auch der morgendliche Kampf um das richtige „Schuloutfit“ ist vielen Eltern bekannt.
Bestätigt durch diese Ergebnisse und aufgrund persönlicher Erfahrungen im Schulalltag, entstand an der Haupt- und Realschule Friesenheim die Idee einer einheitlichen Schulkleidung. Verwirklicht durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus drei Lehrerinnen und einem Lehrer.
Was soll LooK an der Haupt- und Realschule Friesenheim bewirken?
- Durch das Tragen einheitlicher T-Shirts, Sweatshirts und Pullovern soll das „Wir-Bewusstsein“ unserer SchülerInnen untereinander gestärkt werden. Dadurch entsteht ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, da sich jeder Schüler als Mitglied einer Gemeinschaft erfährt. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Integration innerhalb der Lerngruppe werden durch eine einheitliche Schulkleidung gestärkt.
- Eine Ausgrenzung sozial benachteiligter Schüler, die sich dem „Markendiktat“ nicht unterwerfen können, soll durch das Angebot und die Möglichkeit des Tragens einer einheitlichen und kostengünstigen Schulkleidung vermieden werden.
- Die SchülerInnen identifizieren sich mit unserer Schule und repräsentieren diese auch nach Außen.
- Die Integration von Neuzugängen durch Zuzug oder Schulwechsel wird erleichtert, da sich die SchülerInnen nicht mehr an dem äußeren Erscheinungsbild des/der
„Neuen“ orientieren, sondern die Persönlichkeit des Einzelnen im Vordergrund steht. Man achtet nicht mehr darauf, ob der/die „Neue“ die im Moment angesagte Kleidung trägt, sondern man schaut seinem Gegenüber ins Gesicht. Jeder Schüler kann er selbst sein und muss sich nicht hinter teuren Marken verstecken. SchülerInnen aller Nationalitäten haben die gleiche Chance ihre Individualität zu entfalten. Das Selbstwertgefühl wird nicht über das Tragen teurer Markenkleidung gestärkt, sondern aufgrund von Persönlichkeit.
Die verschiedenen Stufen des Projektes LooK:
- 2005:Fragebogen bzgl. Konsumverhalten, Kleidung und gesellschaftlicher Zwänge (befragt wurden 350 Schüler und 350 Eltern)
- Auswertung der Fragebögen
- Präsentation in den verschiedenen Schulgremien (Frage: „Soll das Projekt LooK weiterverfolgt werden?“ ).
- Gespräche mit verschiedenen Anbietern
- Modenschau mit 4 verschiedenen Kollektionen. Wahl einer Kollektion und verschiedener Farben.
- Auswertung der Umfrageergebnisse
- Gespräche mit dem gewählten Anbieter
- Abstimmung aller am Schulleben Beteiligter
- Bildung eines Modeausschusses
- Verkaufsabende
- Vertrieb im örtlichen Handel
- 2007:Vertrieb durch den schuleigenen Laden LoLa (Look- Laden)